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                    SV-Kirchdorf an der Iller 1929 e.V.
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Am 1 November1957 wagten 12 tischtennisbegeisterte Kirchdorferinnen und Kirchdorfer das Experiment; im Gasthaus "Zum Rößle" hoben sie einen Tischtennisverein aus der Taufe und nannten Ihn Tischtennisclub Kirchdorf, kurz TTC. Der erste Vorstand des Vereins war Herr Schrader. Das größte Problem für den jungen Verein bestand darin, Spieltische und einen geeigneten Übungsraum zu finden. Man spielte zuerst im Saal des Gasthauses - Rößle in Kirchdorf, anschließend in Gasthaus "Stern", wo bereits auf zwei Platten gespielt wurde. Nachdem man wieder ins Gasthaus "Rößle" zurückgekehrt war, fand man 1960 beim damaligen aktiven Spieler Josef Mendler lI im Gasthaus "Rößle" in Unteropfingen eine vorläufige Bleibe. Endgültig gelöst wurde das Raumproblem aber erst durch den Bau der neuen Schule: im Gymnastikraum standen den Tischtennisspielern endlich einmal ausreichende Trainings- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung.

Nach einem Jahr Training und einigen Freundschaftsspielen war man für die Aufnahme eines geregelten Spielbetriebs gerüstet. Vor der Spielzeit 1958/59 trat der Verein dem Bayerischen Tischtennisverband bei und beteiligte sich an der Punktrunde in der Kreisklasse Allgäu-Nord mit den Vereinen aus Ottobeuren, Tannheim, Memmingerberg und dem FC Memmingen. Aus der geringen Zahl der teilnehmenden Mannschaften ist zu entnehmen, daß der Tiscntennissport damals in unserer Gegend noch in den Anfängen lag. Um so größer war die Leistung, in einem kleinen Dorf einen Tischtennisverein zu gründen und ihn am Leben zu erhalten.

In den ersten Jahren spielte man mit wechselndem sportlichen Erfolg, da häufige Spielerwechsel, bedingt durch Wegzüge bewährter Spieler, einen kontinuierlichen Aufbau verhinderten. Trotzdem erreichte die Herrenmannschaft im Spieljahr 1961/62 die Meisterschaft in der Kreisklasse und sicherte sich damit den Aufstieg in die Kreisliga. Eine 2. Mannschaft begann in der Kreisklasse, und auch eine Jugendmannschaft wurde angemeldet.

1962 begann die &Amul;ra Heinz: Franz Heinz wurde zum 1. Vorsitzender gewählt. Er behielt dieses Amt fast 10 Jahre lang bis zur Fusion mit dem Sportverein Kirchdorf inne.

Maßgeblich am weiteren Aufbau des Vereins war neben dem 1.Vorsitzenden auch Hans Seitz beteiligt, der als einziges noch verbliebenes Gründungsmitglied die Jugendarbeit übernahm. Er verstand es immer wieder, junge Menschen für den Tischtennissport zu interessieren und sie in die Geheimnisse dieses Spiels einzuführen. Dies war nicht leicht, da der Tischtennissport in dieser Zeit - was die Beachtung und Wertschätzung in der Gemeinde betraf - im Schatten des übermächtigen Fußballsports stand.

Auch wenn die Tischtennisbegeisterung in Kirchdorf nicht immer den Vorstellungen der Aktiven entsprach - der TTC selbst zeichnete sich durch ein rühriges Vereinsleben aus. Allen Tischtennisfreunden in bester Erinnerung wird die alljährliche Nikolausfeier des Vereins sein.

Kurz skizziert die weitere sportliche Entwicklung.
Nach dem Aufstieg im Spieljahr 1961/62 folgte ein Jahr später wieder der Abstieg. In den folgenden Jahren belegte die TTC-Herrenmannschaft m der Kreisklasse Allgäu-Nord durchschnittliche Plätze. Weitaus erfolgreicher waren die Schülerinnen und später die Mädchenmannschaften, die sowohl in der Verbandsrunde als auch bei Einzelturnieren zu Meisterehrer kamen. In der Zwischenzeit beteiligte sich auch einmal eine Darnertmannschaft Spielbetrieb.

Durch den Bau einer neuen Turnhalle schuf die Gemeinde Kirchdorf die Voraussetzung für den weiteren Ausbau des Vereins. Unter dem neuen Jugendleiter Kurt Axmann jun. hatte der TTC 40 bis 50 Mitglieder im Alter von 10-16 Jahren. Dies war die Basis für das sportlich erfolgreichste Jahr des Vereins. Die Schülerinnenmannschaft wurde 1971 Bezirksmeister in Schwaben und südbayerischer Meister. Als solcher qualifizierte sie sich für die Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften in Burglengenfeld bei Regensburg und belegte den 4. Platz. In diesem Jahr errang Karin Kutter den 6. Platz bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften der Schülerinnen und wurde somit Sonderklassenspielerin.

Das Jahr 1971 war für den Verein nicht nur sportlich ein Markstein. Nachdem die Vorstandschaft schon 1969 von der Generalversammlung damit beauftragt worden war, mit dem SVK Verhandlungen über einen Zusammenschluß der beiden Vereine aufzunehmen, mußte in einer außerordentlichen Generalversammlung über die Ergebnisse dieser Beratungen abgestimmt werden. Die Versammlung billigte die Fusion mit dem Fußballverein und den organisatorischen Aufbau des neuen Vereins, der seitdem ein Gesamtsportverein mit verschiedenen Abteilungen ist. Zum Abteiungsleiter wurde im selben Jahr Kurt Axmann jun. gewählt, der dieses Amt bis 1993 ausübte (heute stellv. Vorstand im SVK). Unter seiner Regie errangen besonders die Mädchen- und Schülermannschaften in den folgenden Jahren noch zahlreiche Kreis- und Bezirksmeisterschaften.

Inzwischen nehmen 7 Jugend- und Schülermannschaftcn. 1 Damenmannschaft und 2 Herrenmannschaften am Rundspielbetrieb teil. Die Damenmannschaft spielt bereits im dritten Jahr in der 3. Schwabenliga, und die Herrenmannschaft rettete im vergangenen Spieljahr durch ein Entscheidungsspiel ihre Zugehörigkeit in der 1. Kreisliga. Die Jugend- und Schülermannschaften spielen sämtlich in der Jugendkreisliga.

Um allen 10 Mannschaften einen geordneten Spielbetrieb zu ermöglichen, war die Tischtennisabteilung in diesem Jahr gezwungen, 6 neue Tischtennis-Tische anzuschaffen. Somit stehen den Tischtennisspielern nun insgesamt 10 Tische zur Verfügung und damit dürfte einem weiteren Aufschwung in den nächsten Jahren nichts im Wege stehen.